Transition-Town

Der britische Aktivist Rob Hobkins hat diese Bewegung initiiert, denn der Menschheit stehen große Herausforderungen bevor. Die Schlagworte kennt jeder(e): Klimawandel, das Ende der fossilen Energien, knapper werdende Ressourcen z.B. Wasser, Verlust von Mutterboden, Vermüllung der Meere, die wachsende Anzahl von Menschen auf unserer Erde u.v.m. Die nationale und internationale Politik reagiert – wenn überhaupt – nicht schnell genug auf die Herausforderungen, die da sind und noch kommen werden. Aber dezentral und lokal kann sich jede Gemeinde oder Stadt auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung steigern. Die Initiativen stoßen vor Ort Projekte an, die auf eine nachhaltige, postfossile Lebensweise abzielen. Es ist der Entwurf eines neuen Lebensstils, der jetzt bewusst ausprobiert werden kann bevor uns die äußeren Umstände, wie z.B. der Klimawandel, dazu zwingen. Ja, es werden Dinge anders werden und wir werden auch verzichten müssen, aber wir können auch unglaublich viel dabei gewinnen.

Es gibt viele Beispiele für bereits existierende Projekte, die jedoch nicht alle unter dem Namen „Transition-Town-Bewegung“ laufen, denen aber eine vergleichbare Idee zugrunde liegt. Viele gute und bereits umgesetzte Projekte sind vorhanden, die als Vorbild genommen werden können und zeigen, dass es funktioniert!

Beispiele:

Essbare Städte werden mit Gemüse, Obstbüschen und Kräutern begrünt, die von allen Einwohnern gepflegt und geerntet werden dürfen.

Urban Gardening: In Gemeinschaftsgärten werden Gemüse, Kräuter und Obst kultiviert und geerntet.

Permakultur-Gärten, die zeigen wie wir Gemüse im Einklang mit unserem Ökosystem bei gleichzeitig hohem Ertrag pro Fläche anbauen können.

Repair-Cafés, in denen Sachen gemeinsam repariert werden können anstatt im Müll zu landen

Tauschringe bieten eine Plattform, um Gebrauchsgegenstände Besitzer wechseln zu lassen. Einige Tauschringe bieten auch die Möglichkeit Dienstleistungen zu tauschen. So kann der/die eine Waschmaschine reparieren und der/die Andere Nachhilfe geben usw.

Regionale Währungen werden als Alternative zum Euro in Umlauf gebracht. Dadurch werden Wirtschaft und Wertschöpfung regional gefördert, da das Geld in der Region bleibt.

Erneuerbare Energien werden als Beteiligungsprojekte errichtet. Die Energieerzeugung liegt dann in Bürgerhand.

Links zum Stöbern:

  • Das Transition Netzwerk bietet allen regionalen Gruppen Unterstützung und Austausch an. In Deutschland gibt es derzeit ca. 120 solcher Bewegungen.
  • Tübingen im Wandel
  • Kiel im Wandel
  • Transition Town Bielefeld
  • Incredible Edible in Todmorden, Großbritannien: Angefangen hat es mit einer Idee und kleinen Beeten und Kübeln. Mittlerweile sind viele öffentliche und private Flächen mit essbaren Pflanzen bestückt und viele Einwohner sind aktiv dabei.
  • Essbare Stadt Andernach: Hier hat die Stadtverwaltung das Projekt initiiert und erntet neben Gemüse viel positive Resonanz!
  • Bristol Pound: Seit 2012 gibt es in Bristol und Umgebung diese lokale Währung mit der in teilnehmenden Geschäften bezahlt werden kann. Es sind mehrere hundert Geschäfte beteiligt und Arbeitnehmer können sich sogar einen Teil ihres Gehalts in Bristol Pound auszahlen lassen. So bleibt das Geld in der Region und sorgt für eine gesteigerte lokale Wertschöpfung.
  • Chiemgauer: Auch in Deutschland gibt es Vereine, die regionales Geld in Umlauf gebracht haben. Ein erfolgreiches Beispiel ist der Chiemgauer in Bayern, den es seit 2002 gibt. Er ist das Ergebnis eines Schülerprojektes.