„Klimawandel? Ach, hör auf!“

„Klimawandel? Ach, hör auf!“

„Klimawandel? Ach, hör auf!“ – „Ja, wir hatten eine Folge von heißen Sommern, ja, o.k., in ziemlich dichter Folge, ja, muss ich zugeben. Ich hab’ mir deshalb jetzt fürs Haus ‘ne Klimaanlage gekauft. Und schon kann das Leben weitergehen!“ – „Ja, stimmt schon, die frisst ‘ne ganze Menge Strom, aber Strom ist ja billig bei uns. Das sollte unsere vielen Kraftwerke ja wohl nicht jucken, auch nicht, wenn sich ein paar mehr Leute ‘ne Klimaanlage holen, dann müssen die halt ‘n Brikett mehr auflegen und schon stimmt die Sache.“ – „Dadurch mehr CO2-Emissionen? Verstärkt den Klimawandel noch mehr? Ach was, kann nicht sein.“ – „Noch wärmer? Tja, wenn diese Klimaanlage es nicht mehr schafft, dann muss eben ‘ne größere her! Ist doch ganz einfach! So kurbelt man die Wirtschaft an!“ 




Anmerkung des Autors: Das hier dargestellte einseitig mitgehörte Telefonat ist rein fiktiv und hat mit den abgebildeten Anlagen nichts zu tun. Die beiden Fotos sind im August 2020 in Wedel entstanden. Die dahinter liegenden persönlichen Geschichten sind mir nicht bekannt und eine Wertung steht mir deshalb in keiner Weise zu. 

Text und Fotos: JK

Die Verkehrswende in Wedel kommt!

Die Verkehrswende in Wedel kommt!

Die VerkehrsWENDE soll Fußgänger*Innen, Radfahrer*Innen und dem ÖPNV auf öffentlichen Straßen und Wegen mehr Platz gewähren. Die immer schneller voranschreitende Klimaerwärmung und das Artensterben, die Umweltverschmutzung und die Corona-Krise haben ein Umdenken in großen Teilen der Bevölkerung angestoßen. 


Wedel-im-Wandel hat diese Wende durch viele Aktivitäten sicher auch mit unterstützt. Die Ideen der ÖPNV-Gruppe (waren eine zeitlang hier online) wurden größtenteils von den Grünen unterstützt, erweitert, im Planungsauschuss einstimmig zugestimmt und liegen jetzt bei dem KViP (Pinneberger Verkehrsbetriebe) auf dem Tisch: Expressbuslinien nach Elmshorn und Pinneberg, eine Ringbuslinie in Wedel, eine verbesserte Taktung der S-Bahn und der Busse. Das 30,-€-Ticket für AZUBIS (Großraum) ist bereits für den gesamten Kreis Pinneberg zum 1.Januar 2021 zugesagt. 

Die Stadt Wedel hat die Planung der MobilitätsWENDE einer Mobiltätsmanagerin Frau Pöppelmann übertragen, ARGUS soll das Verkehrskonzept erstellen. Die Öffentlichkeit soll zu ihrem Mobilitätsverhalten und ihren Wünschen befragt werden. Ab Montag dem 21.9.2020 sind alle Bürger*Innen aufgerufen an einer Online-Befragung teilzunehmen: Onlinebeteiligung Mobilitätskonzept Wedel

Eine Mobilitäts-WENDE , die das Leben in der Stadt menschlicher, gesünder, umweltfreundlicher machen möchte, braucht eine rege Diskussion unter den Bürger*Innen und eine große Unterstützung besonders der Menschen, die die Wende voranbringen wollen. Deshalb wäre es schön, wenn alle diese Gelegenheit nutzten, an dieser Befragung mit guten Vorschlägen und euren Wünschen teilzunehmen.

besprayte Mauer

Sicherlich würden mehr Menschen aufs Fahrrad /ÖPNV umsteigen, wenn wir sicherere und gut ausgebaute Radwege in Wedel hätten bzw. der ÖPNV schneller und pünktlicher wäre. Es geht nicht um den Verzicht aufs Auto, sondern darum bequemer, schneller, sicherer und gesünder zum Ziel zu kommen. Kurz: die Mobilitätswende soll FREUDE machen! Nur so schaffen wir den Umwelt- und Klimaschutz für unsere Zukunft! 

Text: RBV
Fotos: RBV und JK

Der Beutelbaum

Der Beutelbaum

Der „Beutelbaum“ ermöglicht Konsumenten kostenlos, statt Pastiktüten, einen Stoffbeutel zu verwenden und fördert somit ein nachhaltiges und umweltfreundliches Kauf-Verhalten. Ein Beutelbaum wird dazu i.d.R. am Eingang eines Geschäftes oder einer Einrichtung für den Kunden sichtbar aufgestellt. Der Kunde kann sich einen Stoffbeutel nehmen und diesen behalten und weiter verwenden oder nach Verwendung wieder zurückbringen oder selbst einen Stoffbeutel spenden. 

Beutelbäume gibt es schon seit einigen Jahren vermehrt in der ganzen Bundesrepublik. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, weil Beutelbäume relativ kostengünstig, zeitsparend und leicht herzustellen sind. Teilweise sind  Beutelbäume nur aus einem schlichten Stamm und ein paar Aufhängevorrichtungen produziert. Es gibt aber auch komplexere und kreativere Beutelbäume – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt! Die Beutelbäume sollten aber  ihren eigentlichen Zweck erfüllen und standfest sein. 

Ich bin seit einiger Zeit Teilnehmer der Wedeler Intiative „Wedel im Wandel“ und gleichzeitig bin ich Teilnehmer der dazugehörigen  „Wandelgruppe Abfallvermeidung“.  Im Zusammenhang mit anderen Projekten zum Thema Müll- bzw. Plastikvermeidung kam die Idee auf, auch Beutelbäume für die Geschäfte bzw. Einrichtungen in Wedel herzustellen. Zunächst habe ich – da ich im Keller eine kleinen Werkraum habe – einen Prototypen eines Beutelbaums hergestellt (s. Abbildung des grünen Beutelbaums), welcher den Geschäften bzw. Einrichtungen in Wedel angeboten wird. 

Im März 2020 wurde nun in der Stadtbücherei von Wedel der erste Beutelbaum, eine kreative und kindergerechte Abwandlung, aufgestellt (s. Abbildung des Känguru – Beutelbaums). 

Beide hier abgebildeten Beutelbäume haben übrigens zusätzlich auch einen Flyerkasten mit nachhaltigen Tipps und Adressen. Eigentlich ist fast jede Person mit ein wenig handwerklichem Geschick  in der Lage, einen einfachen und kostengünstigen Beutelbaum zu bauen. Dies erwähne ich so ausdrücklich, da ich mir wünsche, dass möglichst viele Beutelbäume in Zukunft hergestellt  werden und sich dieses einfache Prinzip des Beutelbaums weiter verbreitet. Es gibt viele Möglichkeiten, einen Beutelbaum herzustellen: allein  oder gemeinschaftlich mit Projektgruppen, Schülern oder Auszubildenden, Rentnern oder als Familienprojekt. 

Meine beiden hier abgebildeten Beutelbäume sollen diesbezüglich nur eine Anregung darstellen. 

Interessierte können aber die Baupläne (mit Kostenaufstellungen) beider Beutelbäume kostenlos erhalten, um sie nachzubauen. Interessierte Inhaber von Geschäften und Einrichtungen können einen  Beutelbaum bei mir bestellen (gegen Erstattung der Materialkosten) oder sie bekommen nur die Baupläne, um sie selbst herzustellen oder als Anregung für eigene Kreationen. Natürlich besteht die Möglichkeit, den Beutelbaum entsprechend der inviduellen Bedürfnisse abzuwandeln. 

Kontakt: Ralf Manthey, ralf-manthey@online.de, 0173 – 82 88 261

Konfetti

Konfetti



Ach ja, die Liebe! Zwei finden sich, verlieben sich und ein paar Kapitel später wird dann geheiratet. Und alle feiern mit und freuen sich! Konfetti! „Eleanor Rigby picks up the rice in the church where a wedding has been“ sangen einst die Beatles. Ja damals nahm man ein Naturprodukt, um damit zu werfen. Heute geht man in so einen Billig-Laden und kauft in eine Plastiktüte mit unendlich vielen, aus glänzender roter Plastikfolie ausgestanzten Herzchen und wirft sie hoch, so dass sie wie eine flatternde Wolke auf das Brautpaar herniederregnen. Wie schön! Und wenn man schon im Billig-Laden ist, dann kann man ja auch gleich noch ein paar farblich dazu passende herzförmige Ballons mitnehmen und diese dann beim demselben Anlass fliegen lassen. Wie herzallerliebst!

Heute dürfen bei der Trauung aus bestimmten Gründen, na, Sie wissen schon, nicht so viele Gäste dabei sein. Also trifft sich die ganze Gästeschar danach mit dem Brautpaar an einem entlegenen Ort, an dem wohl niemand etwas sagen wird, wenn da so viele Leute auf einem Haufen zusammenkommen. Also irgendwo in der Natur, zum Beispiel direkt an der Elbe. Hier wird dann das Brautpaar in die rote Konfettiwolke gehüllt und die Ballons dürfen starten. Partystimmung, Sektkorken knallen, Fröhlichkeit!

Der eine Ballon schafft einen Flug von ganzen drei Metern, dann
verheddert er sich mit seinem Bändsel in den Zweigen eines Busches, ach
wie schade! Naja, Sekt austrinken und dann geht es ab zur eigentlichen
Feier, juhu!


Ein paar Tage später komme ich an diesen Ort an der Elbe. Überall am
Boden im großen Umkreis verteilt und auf den Blättern umstehender Büsche liegen oder kleben rote Herzen aus dünner Plastikfolie. Der Regen hat bereits begonnen, die Herzen wegzuspülen und sie in Richtung Elbe zu transportieren. Der Ballon hängt noch immer im Busch. Keine arme Eleanor Rigby kommt und sammelt die Herzen auf. Was sollte sie damit auch? Die sind einfach nur unnütz, die kann man nicht kochen und essen. Und die Hochzeitsgäste haben über die Zukunft der Herzchen erst recht nicht nachgedacht. Auf den Hochzeitsfotos sind sie zu sehen, alles was danach kommt ist egal.


Also werden Regen und Wind letztlich dafür sorgen, dass Herzchen und der irgendwann schlapp gewordene Ballon in der Elbe landen. Ging nicht gerade vor kurzem mal wieder eine Schreckensmeldung durch die Presse, wie unendlich viel Mikroplastik inzwischen an den entlegensten
Stellen der Meere zu finden sind? Keine Ahnung, wie das da hinkommt! Also, bei der nächsten Hochzeit setzen sich vorher alle zuhause eine Stunde lang mit Locher und Altpapier auf das Sofa und dann wird umweltfreundlicheres Konfetti säckeweise selbst gemacht! Versprochen?

Text und Bilder JK

Der deutsche Wald

Der deutsche Wald

Viele Dichter haben ihn in Worten verehrt, viele Komponisten fanden es angemessen, diese Worte anschließend zu vertonten, den deutschen Wald.

Ich habe heute mal nachgeschaut, wie sich das heute so anfühlt, echt im Wald zu sein.

Eine entlegene Stelle ohne Wege, ein versteckter mooriger Teich mit einer Insel in der Mitte. Stundenlang habe ich dagesessen und bin so leise wie möglich durchs Unterholz geschlichen und habe alle Eindrücke in mich (und meine Kamera) aufgesogen.

Ach ja, Müll eigesammelt habe ich nebenbei auch noch.

Und erst als ich auf dem Rückweg zu meinem Fahrrad am großen Waldweg war, habe ich wieder Menschen getroffen. Sehr schöne Stunden waren das.

Kopf ist wieder frei, Seelenlage wieder im Lot, Gelassenheitsvorrat wieder aufgefüllt. Die Ruhe des Waldes mit Windgeräuschen, Vogelgezwitscher, Spechtgehämmer, Knacken von Zweigen ist doch etwas ganz anderes als die sterile Stille einer von innen verschlossenen Wohnung.

Also, irgendwas scheint dran zu sein am deutschen Wald, wobei mir das “deutsch” dabei überhaupt nicht wichtig ist.

Wo ich genau gewesen bin? Nicht weit von hier, nur ein paar Kilometer
von zuhause. Mehr verrate ich nicht.

Text und Fotos: JK

5. Klimastreik – im Netz

5. Klimastreik – im Netz

Wie ich den 5. Klimastreik am 24.04.2020 erlebt habe. Ich beteilige mich schon seit einiger Zeit an der  nachhaltigen Wedeler Initiative “Wedel im Wandel”. Letztes Jahr habe ich mit einigen anderen Teilnehmern von Wedel im Wandel am Klimastreik in Hamburg teilgenommen (in Wedel gab es leider keine Aktion). Diese Demo in Hamburg hatte mir sehr gefallen, so freute ich mich schon auf den 5. Klimastreik, der aber leider wegen der Corona Krise diesmal nicht in Form öffentlicher Veranstaltungen durchgeführt werden konnte, sondern stattdessen im Internet. Auf der Webseite von Fridays for Future habe ich mich bereits am 23.4. für die Netz- Demo angemeldet und konnte mich dort auch auf einer Karte eintragen. Außerdem konnte man sich auf der Webseite ein Profilbild mit Aufruf zum Streik selbst erstellen, welches man wiederum an Freunde senden konnte, um sie zum Klimastreik einzuladen. Angeregt durch die vielen Plakate, die ich im Internet gesehen habe, habe ich dann auch ein eigenes Plakat (Banner) angefertigt, welches ich vor meinem Mietshaus an einem Zaun gehängt habe, an dem viele Menschen am Tag  vorbei kommen (siehe Beitragsbild). Andere Teilnehmer von Wedel im Wandel haben auch Banner angefertigt, die sie bei sich in der Nähe aufhängten. Die Bilder von unseren Bannern haben wir uns dann gegenseitig zugesendet (siehe Fotos unten). Somit hatte ich das gute Gefühl, dass man durch den Banner sich doch noch in der Öffentlichkeit darstellen konnte, und vielleicht so noch den einen oder anderen Mitbewohner daran erinnern konnte, dass trotz der Corona Krise der Klimaschutz nicht vergessen wird. 

25.4.20, Ralf Manthey

Foto: FT

Foto: KK

Einfach Müll sammeln

Einfach Müll sammeln

Jeden Tag radele ich an einem Stück der Bundesstraße B431 entlang und jedes Mal schauen mich so einige Plastikdinge an, die im am Straßenrand herumliegen. Ich frage mich also: Warum eigentlich nur Müll im Rahmen einer großen Aktion sammeln?

Die Sonne lacht und ich nehme den blauen Müllsack, der im Graben sein Dasein fristet als Anlass ihn mitzunehmen und die nächsten 15 Minuten alles in ihn hinein zu füllen, was mir an Müll begegnet. 15 Minuten sind gar nicht viel und meine Ausbeute dafür recht beachtlich.

Ich freue mich, einfach mal angefangen zu haben mit einem kleinen Beitrag für weniger Plastikmüll entlang einer langen Straße. Innerlich lächelnd schaue ich in den blauen Himmel und auf meinen blauen Sack.

Autor und Fotos: SP

Wie fühlst Du Dich?

Wie fühlst Du Dich?

Die Corona-Krise bewegt etwas in Dir, in mir, in uns. Wir fragen uns nun, wie geht es Dir damit? Was beschäftigt Dich?

Wir möchten eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema anstoßen und bitten Dich, uns ein Foto zu senden, dass Dein Gefühl oder Deine innere Welt zum Thema Corona widerspiegelt.

Unser leidenschaftlicher Hobbyfotograf hat bereits einige Eindrücke eingefangen. Mit zwei Fotos von ihm zu diesem Thema möchten wir die Aktion starten. Sobald wir mehrere Fotos erhalten haben, werden wir diese anonym oder auf Wunsch auch mit Namen in einem weiteren Blogbeitrag veröffentlichen.

Also was macht Corona mit Dir? Wir freuen uns auf ein Foto dazu von Dir bis zum 15.05.2020!

Herzliche Grüße und bleib gesund!
Ute & Susann für Wedel im Wandel

Fotos an: info(äd)wedel-im-wandel.de

…und übrigens frohes Osterfest! 😉

Fotos: JK, Text: SP

Im Fokus: ÖPNV in Wedel

Im Fokus: ÖPNV in Wedel

Wie sollte der ÖPNV in Wedel aussehen, damit wir das Auto häufiger stehen lassen?

Unsere “Wandelgruppe ÖPNV” hat sich Buslinien und Verbindungen in Wedel und Umgebung genauer angesehen. Die Eindrücke und Ergebnisse der Recherche wurden auf Plakaten festgehalten.

Als Online-Ausstellung möchten wir Euch das Ergebnis vorstellen und Euch einladen, weitere Vorschläge in den Ring zu werfen.

Passender Weise führt gerade der Kreis Pinneberg eine Online-Befragung zu diesem Thema durch. Eine Teilnahme ist noch bis zum 11.04.2020 möglich: https://www.umfrageonline.com/s/139a5db

Der Gang durch unsere Ausstellung kann beginnen:

Die Ausstellung endet an dieser Stelle mit der Frage: Hast Du weitere oder andere Ideen für einen besseren ÖPNV in Wedel? Wenn ja, bitte schreibe sie uns und nimm an der Umfrage des Kreises Pinneberg teil!

VIELEN DANK für Deinen Besuch der Ausstellung! Wir freuen uns auf Deine Ideen!

Plakate: Rosemarie für die Wandelgruppe ÖPNV

Kontakt für Ideen und Anregungen: info@wedel-im-wandel.de

Es könnte sein…

Es könnte sein…

Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, … es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückzuholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Venedigs Kanälen!

Es könnte sein, dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen, … es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben. 

Es könnte sein, dass die Einschränkung des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt,… es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken. Sieh dir heute selbst den Himmel an, wie ruhig und blau er geworden ist!

Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet,…es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.

Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet,… es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden.

Es könnte sein, dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert, … es kann aber auch sein, dass du spürst, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,
– der die Erde aufatmen lässt,
– die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt,
– unsere Gesellschaft enorm entschleunigt,
– die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann,
– der Müllberge zumindest einmal für die nächsten Wochen reduziert,
– und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regeneration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen.

Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren es selbst zu tun. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!!!

Text: Tanja Draxler
https://www.tanjadraxler.com/blog/es-koennte-sein/

Fotos: Hände: JR, Blüten: SP